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Perkussionsrevolver: Lösungen von Funktionsproblemen

Mit „der Widerspenstigen Zähmung“ überschrieb einmal ein Vorderladerschütze seinen Artikel im Deutschen Waffenjournal, in dem er seine Bemühungen schilderte, seinen Perkussionsrevolver, eine italienische Replika, zum präzisen Schießen zu bringen. Ähnliche Erfahrungen musste ich machen. Wie mancher Sammler von alten Schusswaffen verspürte auch ich das unbändige Verlangen,  einen der Colt-Revolver aus meinem Besitz  auf dem Schießstand zu erleben. Als ich jedoch einen Lehrgang für Böller- und Sportschützen erfolgreich absolviert hatte, meine Zuverlässigkeit erwiesen war und ich stolzer Besitzer einer Sprengstofferlaubnis wurde, konnte ich mich nicht dazu überwinden, den Zustand eines Original-Revolvers zu gefährden. Also erwarb ich eine italienische Replika. Da eine Gesetzesänderung bevorstand, durch die der freie Erwerb von Perkussionsrevolvern  verboten werden sollte, waren die Waffengeschäfte fast leergefegt. Ein Waffen-Händler konnte mir nur noch einen Colt Second Model Dragoon-Revolver Cal. .44, hergestellt von San Marco, Italien, anbieten, einen Revolver mit offenem Rahmen. Diese imposante Waffe konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Trotz seines stattlichen Gewichts lag der Revolver sehr gut in der Hand und ließ sich angenehm in Anschlag bringen. Mit einer Ladung aus 30 grains Schweizer Jagdschwarzpulver Nr. 2, einem 5mm-Filzpfropfen, einer Bleikugel vom Kaliber .454 und einem Klaks Fett in jeder Kammer waren Knall und Qualmentwicklung  zwar enorm, das Verhalten des Revolvers jedoch recht zahm. Nach dem Reinigen und Zusammenbau zeigte sich das erste Problem: Die Trommel ließ sich nur schwer bewegen. Die Ursache war einfach. Die Bohrung am Laufteil zur Aufnahme der Trommelachse war etwas zu groß und vor allem zu tief geraten, so dass  beim kräftigen Einschlagen des Befestigungkeils die Trommelachse zu tief in die Bohrung eindrang , sich als Folge das Laufteil ein wenig nach oben kippte und so die Trommel blockierte.

Die Problemlösung war unkompliziert: Das tiefere Eindringen der Trommelachse in die Bohrung musste verhindert werden durch eine entsprechend dimensionierte Eisenscheibe auf dem Boden der Bohrung. Um die notwendige Dicke dieser Scheibe zu ermitteln, schob ich den Keil nur so weit ein, dass sich die Trommel noch leicht drehen ließ. Mit einer feinen Stahlnadel markierte ich die Position der Trommelachse am Eingang der Bohrung und konnte so mit einer Schieblehre messen, wie weit die Achse in die Bohrung ragte. Die Differenz zur Tiefe der Bohrung war 1,2 mm. In meiner Materialsammlung – ich gehöre zu den Bastlern, die kein Metallteilchen wegwerfen können – fand ich eine 1,4 mm dicke Eisenunterlegscheibe von geeignetem Durchmesser, der ich auf einem Schleifstein die erforderliche Dicke verpasste. Schon beim ersten Ausprobieren zeigte sich der erwünschte Erfolg. Auch nach kräftigem Einschlagen des Keils ließ sich die Trommel leicht bewegen. Damit die Scheibe beim Zerlegen des Revolvers nicht heraus fällt,  befestigte ich sie mit einem Tröpfchen Alleskleber.

Meine Freude war nicht von langer Dauer. Beim Reinigen der Trommel fiel mir eines Tages auf, dass fast ausschließlich die linke Kante der Ausfräsungen für die Pistonsitze durch Dellen verunziert war.

Wie der Hahn hier aufschlagen konnte, war mir zunächst ein Rätsel. Funktionierten Schloss, Trommeltransport und –Arretierung doch einwandfrei. Der Prospekt eines amerikanischen Waffenhändlers brachte schließlich die Erleuchtung. Ein Foto zeigte einen mächtigen, Feuer speienden originalen Colt Walker- Revolver. Feuer kam nicht nur aus dem Lauf sondern in erheblichem Maße auch aus dem hinteren Teil der Trommel aus den vermutlich etwas ausgeschossenen Pistons – und der Hahn stand dabei fast in Laderast. Die aus der Pistonbohrung strömenden Gase können demnach den Hahn so weit zurückdrücken, dass die Trommel eine kurze Strecke gedreht wird. Der anschließend wieder zurückschlagende Hahn fällt zunächst auf die erwähnte Kante und dann erst auf das Piston. Ich konnte dies an meinem Revolver nachstellen. Die Trommel drehte sich bereits, wenn der Hahn um nur wenige Millimeter zurückgezogen wurde. Beim Loslassen fiel der Hahn erst auf die Kante und dann auf das Piston. Den Vorschlag eines Büchsenmachers, eine stärkere Hauptfeder einzubauen, verwarf ich, weil mir der gewünschte Effekt zu unsicher erschien, ein höheres Abzuggewicht zu befürchten war und mich die geschätzten Kosten abschreckten. Nach einigem Überlegen kam ich auf eine einfache Problemlösung. Ich ließ den Büchsenmacher die am Hahn eingesetzte Transportklinke an ihrer Spitze um Bruchteile eines Millimeters kürzen und hatte bei 0,3 mm den erwarteten Erfolg. In der Folgezeit prüfte ich die Revolver einiger Vereinskollegen und konnte feststellen, dass sogar mancher teure Präzisionsrevolver diesen Mangel aufwies. Auch auf Abbildungen in Waffenzeitschriften konnte ich die angeschlagenen Kanten an den Revolvertrommeln erkennen. Inwieweit die Schusspräzision hierdurch beeinträchtigt wird, ist für mich offen geblieben. Vermutlich ist der Effekt bei hohen Pulverladungen besonders ausgeprägt sein.

Das Schießen mit dem Colt Dragoon machte weiterhin großen Spaß. Die Pulverladung reduzierte ich schließlich  auf 20 grains Schweizer Jagdschwarzpulver Nr. 2 und füllte die Trommelkammern mit einer entsprechenden Menge Hartweizengrieß auf. Beim Vergleich mit anderen Revolvern empfand ich nach einiger Zeit das verhältnismäßig hohe Abzugsgewicht – 1700g -  verbunden mit einem leichten Kratzen und Kriechen des Abzugs als störend. Den Vorschlag, die Spannrast im Hahn in ihrer Tiefe durch Einkleben eines dünnen Blechstreifens zu vermindern, verwarf ich nach kurzer Überlegung, weil ich befürchtete, dass der Abzug beim Abziehen in die Laderast fallen könnte.  Um die Position des Abzugs bei gespanntem Hahn betrachten zu können, baute ich Abzug und Hahn aus und montierte sie auf eine Hartholzplatte, in die ich Löcher zur Aufnahme der Schrauben in gleichem Abstand wie im Revolver gebohrt hatte.  Brachte ich nun den Abzug in die Spannrast, konnte ich sofort erkennen, dass diese in einem ungünstigen Winkel eingearbeitet war. Um die Rast zu verlassen, musste der Abzug den Hahn ein wenig gegen die Kraft der Hauptfeder anheben.

Mein Büchsenmacher half mir auch hier wieder. Er veränderte den Winkel der Spannrast mit einem hochtourig laufenden Fräser, der eine sehr glatte Fläche hinterließ, wie unter einer Lupe festzustellen war. Gleichzeitig rundete er die zum Hahn gerichtete Kante der Abzugspitze und polierte die Fläche. Der Effekt dieser Maßnahmen war erstaunlich. Das Abzugsgewicht war nur um 200g geringer, aber der Abzug löste jetzt wunderbar trocken aus.

Um weitere 50g ließ sich das Abzugsgewicht durch eine Unterlegscheibe vermindern, die unter die zweiarmige Abzugsfeder geschoben und mit dieser verschraubt wurde.

Von nun an waren nur meine schwankenden Schießkünste Ursache von Ärgernissen.

In der Zwischenzeit  hatte ich mir einen Colt Model 1860 Army Cal. .44(„New Mod. Army 1960“) von der Fa. Centaure in Belgien zugelegt, der mir wegen seines wesentlich geringeren Gewichts und besonders wegen seiner Form und Qualität gefiel.  Er zeigte keinen der oben erwähnten Mängel. Die Funktion war und ist einwandfrei. Nach einer mehr als 35jährigen Gebrauchszeit, in der überschlägig

25 000 Schuss abgegeben wurden, je zwei Hahn- und Abzugsfedern erneuert werden mussten, ist der Verschleiß vernachlässigbar. Leider findet dieser Revolvertyp wegen des offenen Rahmens bei Sportschützen wenig Anklang. Centaure-Revolver werden leider schon lange nicht mehr hergestellt. Es werden jedoch immer wieder gut erhaltene und sogar neuwertige Exemplare aus dem Besitz von Sportschützen angeboten.

Dr. Manfred Kapps

Kategorie: Neuigkeiten 7. Juli 2010 | Ute Nitsche
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Für Jäger, Schützen, Waffensammler und alle diejenigen, die die Waffe als technisch und historisch wertvolles Objekt schätzen, gibt es wieder einen festen Standort  für eine Fachmesse in Süddeutschland – Sinsheim. Die Stadt Sinsheim, die übrigens verkehrstechnisch hervorragend positioniert ist und sogar eine eigene Autobahnabfahrt  direkt bis vor  die Tore der Messe hat, ist bestimmt schon jedem aufgefallen, der die A6 von Mannheim nach Heilbronn  gefahren ist. Über der Schallschutzwand schwebt das russische Überschallflugzeug Tupolew gemeinsam mit der Concorde,  um auf das schönste und interessanteste Technikmuseum hinzuweisen. In diesem Umfeld ist die Waffen-  und Antiquitätenbörse gut aufgehoben.  Die Messe ist eine Fortführung der traditionsreichen Stuttgarter Messe, die lange auf dem Killesberg war und dort jährlich zum Mekka für Sammler wurde.  Dieses erfolgreiche Zusammenspiel wird  auch in Sinsheim angeboten und findet den Beifall von Händlern und Besuchern. Nachfolgend Einblicke, die das Flair, die Stimmung und das Niveau der Veranstaltung wiederspiegeln. 

Die nächste Messe ist schon sicher: Wir treffen uns wieder vom 08. bis 10. April 2011 in Sinsheim.

















Kategorie: Messen|Neuigkeiten 28. April 2010 | Ute Nitsche
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Unter der Rubrik “Kontakt” können Sie uns jetzt ganz leicht Ihre Bilder schicken. Sie haben die Möglichkeit, dort direkt Bilder einzufügen. Sie brauchen die Bilder nicht zu verkleinern oder zippen, sondern Sie lassen sie, wie sie erstellt wurden. Wir können dann die Details viel besser erkennen, um Ihnen eine qualifizierte Auskunft und Bewertung geben zu können.

Kategorie: Ankauf|Neuigkeiten 26. April 2010 | Ute Nitsche
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Mein Interesse an Schusswaffen wurde schon im Kindesalter durch die direkte Nachbarschaft zum Truppenübungsplatz Senne geweckt. Mit 13/14 Jahren bekam ich mein erstes Luftgewehr. Dann Mitgliedschaft in einem Schießsportverein, KK, GK und Vorderlader schießen. Ausbildung Militärdienst, Heirat und schön ist die Welt… 3 Jahre später der Knick – Scheidung.

Um dem nun folgenden Stress zu entkommen, entschloss ich mich, statt dem Alkohol zu frönen eine einfache belgische Perkussionspistole im Maßstab 1:2 nachzubauen.

Feile, Schraubstock und Bohrmaschine waren vorhanden – also los! Das Ergebnis wochenlanger Bastelei war ein „Etwas“, was schon an eine Pistole erinnerte…







Als nächstes folgten ein Perkussionsgewehr, Steinschlossgewehr und Pistole, die schon bedeutend besser aussahen und die ich bei runden Geburtstagen an Vereinskameraden oder Freunde verschenkte.

Zwischen den einzelnen Stücken lagen manchmal Jahre. Diese Zeit wurde genutzt für Museumsbesuche, Plaudereien mit Büchsenmachern, Schlossern, Tischlern und Drehern.
Jedes Stück stellte mich vor neue fertigungstechnische Probleme, die für mich als gelernter Fleischer nur schwer zu bewältigen waren. In der inzwischen aufgenommen Tätigkeit als Industriehilfsarbeiter konnte ich auch nicht viel lernen.

Für eine angeschaffte Tischdrehmaschine mussten kleine Formdrehstähle angefertigt werden. Kleine Stecheisen zur Holzbearbeitung wurden aus alten Motorradspeichen gefertigt sowie eine große Anzahl an Spannhilfsmitteln.

Auch die Herstellung der benötigten Schenkelfedern war anfangs ein großes Problem.

Es folgten noch eine Steinschlossdoppelbüchse,












ein Zündnadelgewehr







und im Jahr 2009 zwei Radschlosspistolen – ein einfaches Modell des 30-jährigen Krieges und eine etwas edlere, die in Ebenholz mit kleinen Beineinlagen geschäftet ist.






Zum Jahreswechsel wurde noch ein K98 fertig.

Karabiner 98


Die Bauzeit der zuletzt genannten Stücke bewegte sich zwischen 100 und 350 Stunden.


Anzumerken sei noch, dass alle Modelle im Maßstab 1:2 und nicht feuerbereit aber funktionstüchtig sind. Bei Vorderladern wurde der Zündkanal nicht gebohrt. Bei Hinterladern wurde die Laufbohrung nicht durchgeführt, lager- und mündunsseitig als Sackloch. Verschluss ohne Schlagbolzenbohrung. Man will ja keinen Ärger mit der Obrigkeit… Alle Teile – bis auf die Holzschrauben – sind reine Handarbeit.

Es war ein langer und lehrreicher Weg vom ersten Stück bis heute (15 Jahre). Derzeit im Bau ist eine Steinschlosspistole mit Springbajonett, Maßstab 1:2,5.

Neben dem Effekt, dass ich beim Arbeiten an meinen Stücken die täglichen Sorgen einmal vergessen kann, muss ich sagen, dass ich heute große Achtung vor dem Können der alten Büchsenmacher habe, die keine Werkzeuge unserer Zeit hatten. Sie schufen Stücke höchster Vollendung und Schönheit im Gegensatz zum heutigen „Industrieeinheitsbrei“.

Und sollte jetzt einer den Drang verspühren, sich an Miniaturwaffen zu versuchen, wünsche ich viel Glück und frohes Schaffen.


Anmerkung: Der Autor ist ein Freund von interessanten Waffen und kann über uns kontaktiert werden.

Kategorie: Neuigkeiten 22. Februar 2010 | Ute Nitsche
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Rückblickend auf das Jahr 2009 lassen wir einige Stücke Revue passieren, die wir verkauft haben.

Puffer Augsburg/Nürnberg 1580

Radschlosspuffer in musealer Qualität. Komplett mit weißem und schwarzem Horn belegt und fein graviert. Wirbelsicherung auf der Schlossgegenseite. Ein fast identisches Stück befindet sich im bayrischen Nationalmuseum und wurde von Erwin Schalkhaußer in seinem Werk “Handfeuerwaffen” unter Nr.87 detailliert besschrieben.


Radschlosspistole Puffer Nürnberg/Augsburg um 1580



Radschlosspistole Puffer Nürnberg/Augsburg um 1580



Radschlosspistole Puffer Nürnberg/Augsburg um 1580


Radschlosspistole Hans Danner Nürnberg, ca. 1585

Radschlosspistole von Hans Danner, dem bekanntesten Büchsenmacher der Danner-Dynastie, mit Fischschwanz, auf dem eine feuervergoldete, reich verzierte Abschlussplatte angebracht ist. Schlossplatte mit originaler Bläuung, gravierte Beineinlagen. Zustand unberührt.


Radschlosspistole Hans Danner, Nürnberg, um 1580



Radschlosspistole Hans Danner, Nürnberg, um 1580



Radschlosspistole Hans Danner, Nürnberg, um 1580


Dussägge, 2.Hälfte 16.Jhdt.

Sehr gut erhaltenes Stück in unverputztem Originalzustand, gekröntes PI und Stäntler Klingenmarke.

Felddegen um 1650

Sehr gut erhaltenes unverputztes Stück im Originalzustand mit Solinger Klingenmarke (Heinrich Col)

Moritz und Sohn, Leipzig ca. 1850

Duellkasten aus fein intarisiertem Nussbaumholz mit vollständig in Eisen geschnittenen Pistolen und komplettem Neusilberzubehör – alles in unberührtem und nie geschossenem Zustand.

Faure-Lepage a Paris ca. 1870

Duellkasten mit reich beschnitzten Ebenholzpistolen, Metallteile aufwändig graviert. Komplettes Zubehör, selbst die Pulverflasche ist mit Lepage signiert.

Perkussionstaschenpistolen im Kasten, ca. 1840

Zwei ebenholzgeschäftete Pistolen mit feinsten Rosendamastläufen, gravierten Stahlteilen mit nahezu vollständig erhaltener Bunthärtung im Mahagoniekasten. Mit Wildleder ausgeschlagen, was unüblich ist, da sie sonst mit Samt oder Filz ausgeschlagen waren. Komplettes Zubehör.

Bündelrevolver

4-schüssiger Bündelrevolver von Gilles Mariette nach seinem Patent von 1839 mit Abzugsspannung. Läufe 1-4 nummeriert, runder Systemkasten ringsum fein graviert, Ebenholzschäfte. In intarisiertem Nussbaumkasten, sämtliches Zubehör.


4-läufiger Revolver im Kasten

Bündelrevolver im Kasten


Doppelläufige Steinschlosspistole Staudenmayer London, vormals Wien um 1790

Interessant bei dieser Waffe sind die mit Gold ausgelegten Pfannen und Zündlöcher zur Verhinderung von Korrossion.


Doppelläufige Steinschlosspistole Staudenmayer London



Doppelläufige Steinschlosspistole Staudenmayer London


Perkussionsscheibenpistole, Anton Sebert, Carlsbad um 1830

Auf den Rosendamastläufen befindet sich der in Gold eingelegte Namenszug. Metallteile graviert und mit Gold- und Silberlinien verziert. Das Visier läßt sich mittels eines Schlüssels in der Höhe fein justieren, Deutscher Stecher.


Perkussionspistole Anton Sebert in Carlsbad



Laufinschrift Anton Sebert in Carlsbad

Perkussionspistole Sebert, Carlsbad


Ganzmetallpistole Segalas London, ca. 1770

Überaus reich gravierte Ganzmetallpistole mit gefedertem Abzugsbügel, der die Hähne sichert. Hervorragender Erhaltungszustand. Ganzmetallpistolen waren zwar schwerer, aber nahezu unzerstörbar.


Vollständig gravierte Ganzmetallpistole von Segalas, London

Steinschloss Ganzmetallpistole sign. Segalas, London


Kombinationspistole Williamson 1866

Kombination von Perkussionszündung und Hinterlader im Kaliber .41RF nach einem Patent von Williamson, USA, von 1866. Perkussionseinheit mit Piston wurde mitgeliefert. Man konnte eine Zentralfeuerpatrone verschießen oder eine vorgeladene Patronenhülse mit angedrehtem Piston. Diese Kombination ist einmalig in der Waffentechnik.


Kombinationspistole USA

Taschenpistole zur Kombination von Perkussion und Patrone, Williamson, US


Steinschloss-Husarenpistole Hessen M1827/45 UM

Bis zum Auftauschen dieses Stückes war nicht bekannt, dass für dieses Modell Steinschlossvarianten existieren. Bisher einziges Exemplar in gutem, ursprünglichem Zustand. Siehe hierzu Bericht DWJ 12/2009 “Glücksfall”.


Ordonnanz Husarenpistole Kurhessen

Kurhessische Steinschlosspistole M1827/45 UM



Schlossbereich der Steinschlosspistole

Kurhessische Steinschlosspistole M1827/45 UM



Stempel Hessen-Kassel mit Truppenstempel

Kurhessische Steinschlosspistole M1827/45 UM


Steinschloss-Kavalleriepistole M 1772 Dänemark

Mit Mannschaftskennzeichnung


Dänische Kavalleriepistole, Steinschloss



Dänische Kavalleriepistole, Steinschloss


Marinerevolver Kerr-Lizenz Eibar, Spanien um 1864

Diese spanische Lizenzfertigung des Kerr-Patentes, London, wurde von Hermanos Orbea, Eibar in einer geringen Stückzahl von 700 Stück gefertigt. Durch Seewassereinwirkung sind nur noch wenige Stücke erhalten.


Kerr-Revolver als spanische Lizenzfertigung für die Marine

Spanische Lizenzfertigung des Patentes von Kerr, London



Schriftzug Urbea Hermanos Eibar

Spanische Lizenzfertigung des Kerr-Patentes, London


Revolver von Scheinigg-Gasser 1862

Seltenes Exemplar eines Revolvers nach dem Patent vom 20. November 1862, das Leopold Gasser mit seinem Schwiegervater Scheinigg angemeldet hatte. Das besondere an diesem Revolver sind die abgedeckten Pistons, die dadurch vor Regen geschützt werden sollten.


Scheinigg-Gasser Patent-Revolver

Revolver von Scheinigg-Gasser, Wien



Schriftzug und Österreichische Stempelung sowie Nr. 35

Revolver von Scheinigg-Gasser, Wien


Lefaucheux Luxus-Revolver um 1865, wohl deutsch

Die Elfenbeingriffe sind reich beschnitzt, die Metallteile üppig mit Silber eingelegt. Weitgehend ist die originale Bläuung erhalten.


3efaucheuxrevolver mit Elfenbeingriffen und Goldeinlagen

Luxus-Lefaucheuxrevolver, wohl deutsch



 Lefaucheuxrevolver mit Gold- und Silbereinlagen

Luxus-Lefaucheuxrevolver, wohl deutsch


Hahndoppelflinte Mach Prag um 1870

Erstklassig gearbeitete Doppelflinte mit kräftigen schwarz-weißen Damastläufen, figürlich ausgearbeiteten Stahlteilen, goldunterlegt.


Hahndoppelflinte Mach, Prag um 1870



Detail der Läufe der Hahndoppelflinte von Mach, Prag

Hahndoppelflinte Mach, Prag, um 1870


Hahndrilling Ebigt, Freiberg, Sachsen,um1880

Mit Roux-Unterhebelverschluss. Büchsenlauf Schlagstückbetätigung durch einschiebbaren Block.


Detail Schloss rechts des Hahndrillings von Ebigt in Freiberg

Hahndrilling Ebigt, Freiberg in Sachsen um 1880



Detail Schloss links des Hahndrillings von Ebigt in Freiberg

Hahndrilling Ebigt, Freiberg in Sachsen, um 1880


Pulverhorn Karpatenbecken 17.Jhdt.

Aus einer Hirschgeweihgabel gefertigtes Pulverhorn, das reich beschnitzt wurde. Originale Eisenösen und Schütte zeugen von dem unberührten Zustand.


Geschwärzte Schnitzmotive des Pulverhorns Karpatenbecken

Pulverhorn aus dem Karpatenbecken, 17. Jhdt.


Zündkrautfläschchen, Frankreich 18.Jhdt.

Prunkaufschüttflasche der Epoche Louis XVI aus einem Stück Buchsbaum gefertigt. Plastisch beschnitzt, Silberschütte. Kunstkammerobjekt.


Aufschüttfläschchen

Prunkzündkrautfläschchen französisch, Louis XVI


Wir bedanken uns recht herzlich bei unseren Käufern.

Kategorie: Interessantes im Rückblick 21. Januar 2010 | Ute Nitsche
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Das Restaurieren von alten Waffen ist so alt wie das Sammeln der alten Waffen und Antiquitäten. Ende des 18.Jahrhunderts führte die Zurschaustellung der Restbestände  aus den unmodern gewordenen Zeughäusern und jagdlichen Gewehrkammern zu den ersten Sammlungen. Die restauratorischen Aufgaben bestanden im Wesentlichen im Zusammenstellen von Rüstungen und Waffengattungen sowie deren Reinigung und Konservierung.

Durch das Aufkommen der Romantik Anfang des 19.Jahrhunderts wurde eine breitere Bevölkerungsschicht zum Sammeln inspiriert. Ganze Burgen wurden neu aufgebaut oder bestehende “verschönert”. Landadelige,  Gutsherren oder Unternehmer in der Stadt wollten ihre  Waffenhalle. Zu dieser Zeit gab es noch alte Waffen in großen Mengen. Das Hauptinteresse lag aber im Präsentieren von besonders schönen Stücken. Die Nachfrage nach außergewöhnlichen Prunkobjekten war größer als das Angebot. Die Restauration bestand häufig im Zusammenbau von verzierten Einzelteilen, ungeachtet ob die einzelnen Teile stilistisch, zeitlich oder geographisch zusammenpassten. Die Schäfte von schlichten Radschlosswaffen wurden verbeint, die Metallteile zum Graveur gebracht.

Mit dem Ende des 19.Jahrhunderts begann durch das  Wachstum der Museen, Privatsammlungen und der vermehrten Publikationen das intensivere Restaurieren und Konservieren. Die Methoden waren dabei oft recht grob, da die reine Schmutz- und Rostentfernung im Vordergrund standen. So wurden die Metallteile einer Säurebehandlung unterzogen und somit noch vorhandene Oberflächenbehandlungen, wie Bläuungen, entfernt. Die Schäfte wurden abgelaugt bzw. abgeschliffen und dadurch von jeglicher Patina befreit.

Durch die Zunahme von Sammlern wurde auch das Sammeln einfacherer Stücke Mode. Bedingt durch den Zeitgeist des  schlichten Art Deco und der darauf folgenden Moderne waren makellos aussehende Waffen en vogue. Die Metallteile wurden bis zur vollständigen Entfernung von Rosterscheinungen abgeschliffen und poliert, Schäfte abgezogen, geschliffen, mit Porenfüller behandelt und endlackiert. Über einen Substanz- bzw. Wertverlust machte man sich keine Gedanken.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Restauration auf das maximale Erhalten der Originalsubstanz hinentwickelt. Vereinzelt ist festzustellen, dass es auch hier wieder extreme Trends gibt. Bei der Denkmalpflege ist zu beobachten, dass Fresken wieder zugeputzt werden um auf verbesserte Restaurationstechniken zu warten.  Rost, Schmutz, Beschädigungen  sollen zum wertbestimmenden Faktor werden, da sie die Unberührtheit dokumentieren.

Ein “richtiges” Restaurieren wird es wohl nie geben, weil  neben den beschriebenen Modetrends auch persönliche Meinungen und Vorlieben aufeinander treffen. Dennoch haben sich in den letzten Jahren Richtlinien und Empfehlungen von Experten ergeben, die Sie demnächst hier lesen können.

Kategorie: Restaurieren 4. Januar 2010 | Ute Nitsche
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Damit Sie in unserem umfangreichen Angebot immer das Neueste finden, können Sie unseren Service nutzen und sich die neuen Artikel per e-mail zuschicken lassen. In unregelmäßigen Abständen erhalten Sie den kostenlosen Newsletter, in dem die Neuzugänge bebildert und beschrieben sind und Ihnen somit vorab, d.h. bevor sie im Internet erscheinen, angeboten werden. Nach ca. zwei Wochen kommen sie dann auch in unseren Shop.  Bitte melden Sie sich für diesen Service an:

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Kategorie: Neuigkeiten 3. Januar 2010 | Ute Nitsche
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Da wir für unsere Kunden und Interessenten immer eine reiche Auswahl an alten Waffen und Antiquitäten bereithalten möchten, sind wir sehr am Ankauf von Sammlerobjekten interessiert. Das reicht von mittelalterlichen Waffen, Waffen der Bauernkriege, höfischen und fein verzierten Waffen der Barockzeit, bis zu den Waffen des 19.Jahrhunderts, wie den Perkussionswaffen, Zündnadelwaffen und allen Varianten der einsetzenden Entwicklung zum Hinterlader. Des Weiteren interessieren uns alle Arten von militärischen und zivilen Blankwaffen, kurz: alles rund um die Waffe.
Bei den Antiquitäten freuen wir uns besonders über Angebote aus dem Kunstkammerbereich, alles was mit Eisen zu tun hat – Schlüssel, Beschläge, Kassen.

Wenn Sie etwas abgeben möchten, fragen Sie einfach an, wir machen gerne für Sie eine zeitliche und wertmäßige Einstufung. Dies ist kostenfrei und völlig unverbindlich. Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns am besten ein aussagekräftiges Bild auf unsere e-Mail-Adresse:
info@kunst-waffenkammer.de
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Für den Ankauf von Waffen, für die eine Erwerbsberechtigung benötigt wird, haben wir eine Waffenhandelserlaubnis.

Gerne kaufen wir auch ganze Waffensammlungen an oder verkaufen die Waffen für Sie gegen eine geringe Gebühr.

Kategorie: Ankauf 2. Januar 2010 | Ute Nitsche
  Kommentar (1)

Ab 2010 finden die beiden Traditionsveranstaltungen wieder gemeinsam statt. Der Messestandort hat sich von Stuttgart nach Sinsheim verlagert. Die Messe steht weiterhin unter der Schirmherrschaft des DWJ und wird  Sammler und Händler aus ganz Deutschland sowie dem umliegenden Ausland anziehen. Viele Aussteller sind bereits angemeldet. Der Messestandort in Süddeutschland soll zu einem Highlight für alle Sammler werden.

Kommen Sie vom 26. bis 28. März 2010 nach Sinsheim und überzeugen Sie sich. Auch das nahe Umfeld mit einzigartigen Museen, vielen Burgen und Schlössern, Gastfreundlichkeit und natürlich dem Wein bieten für die ganze Familie ein unvergessliches Wochenende.

Auch Kunst- und Waffenkammer wird mit einem reichhaltigen Angebot von Antiquitäten und Waffen vertreten sein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Bis dann!

Kategorie: Messen 13. Dezember 2009 | Ute Nitsche
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Herzlich willkommen auf der neuen Seite von alte Waffen.

Hier sollen Ihnen zukünftig interessante Objekte vorgestellt werden, Projekte, an denen wir mitarbeiten, Messeauftritte, Begegnungen und alles, was sich interessant anhört und rund um die Waffe geht.  Gerne nehmen wir auch Beiträge von unseren Lesern entgegen.

Wir freuen uns über Ihren Besuch und Ihre Anregungen und wünschen Ihnen viel Spass am Schmökern.

Ein frohes und erholsames Weihnachtsfest sowie einen guten Start für das Neue Jahr wünscht Ihnen

Ute Nitsche von der Kunst- und Waffenkammer

Kategorie: Neuigkeiten 13. Dezember 2009 | Ute Nitsche
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