Sammlung Leimbeck
Nachdem im 14.Jahrhundert das Schwarzpulver bekannt geworden war, hat man begonnen nach einer möglichst effektiven Feuerquelle zu suchen um dieses zu entzünden. Das Luntenschloss war ein Anfang, aber erst mit der Entwicklung des Radschlosses war es gelungen, mit einem erzeugten Funken das Schwarzpulver gezielt zu zünden. Es war eine komplizierte Herstellung, für die viel Geschick und Sachkenntnis erforderlich war.
Für Herrn Nikolaus Leimbeck (1928 – 2003) war das eine Herausforderung. Da er sowohl eine künstlerische Ausbildung als auch den Beruf des Metalldrehers erlernt hatte, brachte er alle Voraussetzungen mit, sich mit dieser komplizierten Herstellung erfolgreich auseinander zu setzen. So schuf er Objekte mit feinstem Eisenschnitt, Einlegearbeiten in Bein und Silber, Gravuren und Schnitzwerk. Eine Radschlosswaffe stellt bis zum heutigen Tag ein faszinierendes Stück Geschichte dar. Leider ist sie selten und daher preislich eher hoch angesiedelt. Die Auflösung der Sammlung Leimbeck ist eine wohl einmalige Gelegenheit, eine authentische und voll funktionsfähige Waffe zu einem Preis zu erwerben, der mit Sicherheit den darin steckenden Zeitaufwand nur annähernd ausgleicht.
Doch Herr Leimbeck hat sich auch für spätere Zündsysteme interessiert und Waffen mit Steinschloss, Perkussionsschloss sowie das nötige Zubehör geschaffen. Die Qualität und Präzision ist auch hier bewundernswert und bereichert jede Sammlung.
3 Antworten
Was ist eine Radschlosspistole von Leimbeck (Suhler Modell 1630)
so im Schnitt wert?
Sehr geehrter Herr Hegenberger, da diese Pistolen sehr präzise und authentisch gefertigt wurden, sind sie durchaus als Sammlerstück zu bewerten. Ein Sammler zahlt bei einer Autktion gut und gerne 2.000 € dafür.
Hervorragende Arbeiten. Ich habe vor Jahren eine Einfache Radschl. Pistole gemacht. Möchte mal wieder ein Schloss, jedoch von höherem Anspruch bauen Puffer etc.). Gibt es im Internet Anleitungen? Wo haben Sie die Maße der Pistolen her? Selbst konstruiert?
Freundliche Grüße
Reinhold Köhler